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2. Station der Weltreise eines T-Shirts, Türkei
Nach einer langen Reise von fast 12.000 Kilometern kommt die Baumwolle, die vorher in einen Container verpackt wurde, in einem Hafen in der Türkei an.
Denn um aus der Baumwolle ein T-Shirt weben zu könne, muß sie erst zu Garn versponnen werden.
Das geschieht nicht in Nicaragua, da dort keine modernen Fabriken stehen, sondern in der Türkei.
Dorthin wird auch die Baumwolle aus anderen Ländern gebracht, die keine eigene Baumwollindustrie haben. Der Grund ist, dass es in der Türkei eine hochspezialisierte Industrie für die Garnherstellung gibt. Außerdem sind die Löhne in den türkischen Fabriken wesentlich niedriger als in Europa.
Früher gab es auch in Deutschland (Chemnitz in Sachsen) viele Garnspinnereien. Die Fabriken in Chemnitz sind heute wegen der hohen Produktionskosten geschlossen, die Menschen, die in den Fabriken arbeiteten, wurden arbeitslos.
Die Garnspinnereien in der Türkei (viele liegen bei Adana, fragt eure türkischen Freunde, wo das ist) haben aber auch ihre Probleme. In anderen Teilen der Welt (z.B. in Usbekistan) kann noch billiger produziert werden, da die Arbeitskräfte dort für viel weniger Geld als in der
Türkei arbeiten.
Aus diesem Grunde müssen die türkischen Spinnereien entweder auch die Preise senken (die Löhne natürlich auch), oder einen Teil der Arbeitskräfte entlassen.
Und eines ist klar, wenn euer T-Shirt richtig billig sein will, dann muß das Garn dort gesponnen werden, wo die Auftraggeber (die Industrie, welche die T-Shirts produzieren läßt) die geringsten Kosten haben.

Weiter geht die Reise im Container nach Taiwan.